Mittwoch, 25. Juni 2014

Mal wieder eine von diesen Kerstin-Ideen. *seufz*

Vor mir steht eine Schüssel mit Samen. Es befinden sich darin:
    DSC04789
  • Tetra-Dill, dichtlaubiger
  • Dreschflegel-Zitronenmelisse
  • Rankende Kapuzinerkresse, gemischt
  • Ysop
  • Eichblattsalat, rot
  • Eichblattsalat "Navara"
  • Gartennelken
  • Vergissmeinnicht
  • Bartnelken
  • Adonisröschen
  • Tagetes
  • Schwarzwurzeln
  • Mangold "Rhubarb Chard"
  • Akelei, langgespornte Mischung
  • Petersilie "Lisette"
  • Kapuzinerkresse, halb hoch
  • toom-Zitronenmelisse
  • Kopfsalat "Merveille des Quatre Saisons"
  • Fingerhut "Excelsior"
  • Stockrosen
  • Odermenning
  • Staudenlein
  • irgendwas wildes wickenartiges
  • Dill, den mir mein kleiner Bruder aus dem elterlichen Garten geerntet hat
  • Kopfsalat "Sylvesta"
  • Grazer Krauthäuptel
  • Blumenmischung "Blumen der Toskana"
  • Blumenmischung "Wildblumen" 
  • Trichterwinde 
  • Haferwurz "Sandwich Island"
  • Johanniskraut 
  • Salatgurke "weiße lange"
  • Kohlrabi "Noriko"
Die Samen kommen aus verschiedenen Päckchen, und alle aus folgenden Kategorien:
  1. Hab ich schon seit Jahren rumfliegen, nie geschafft rechtzeitig zu säen oder
  2. Hat nen Wasserschaden/war im Winter im Freien, geht wahrscheinlich nicht mehr auf oder 
  3. Hab ich in dermaßen großen Mengen geschenkt bekommen, dass ich es trotz aller Bemühungen nie vor Ablauf der Haltbarkeit vernünftig weggesät oder verschenkt bekomme oder
  4. Das sollte mal "da" hin, aber "da" existiert noch nicht weil immer irgendeine andere Baustelle wichtiger war. 
Alles Sachen, die man eigentlich wegschmeißen könnte. Wohin denn, auf den Kompost vielleicht, zu der rausgerissenen und seither wild blühenden Kapuzinerkresse? :-P 

Vor ner Woche oder so aus dem Beet gerissen. Hätt ich auch gleich in den Kompost säen können. :)
Nee. Mutti hat noch ein Beet frei. Oder sowas beetähnliches, ich muss noch ein bisschen fertig vorbereiten. Da wo mal das Hochbeet war. Dank meiner ausdauernden Langebankschieberei hab ich auch nicht mehr so richtig viele vorgezogene Pflanzen (wobei ich heute nochmal ne ganze Quickpot-Platte vollgemacht hab mit Salat-, Kräuter- und Staudensamen), mit denen ich das Beet vollpflanzen könnte. Und irgendwie leert sich das erste Beet der Saison schon nach und nach wieder und schafft da Platz für Neues. Das schreit nach ein bisschen Guerilla Gardening im eigenen Garten. Ich schmeiß das dann mal da hin und schau zu, was passiert (wahrscheinlichstes Szenario: Alles voller Kapuzinerkresse. Auch ok. Ist dann halt ne ordentliche Gründüngung).
Wenn man demnächst was sieht, zeig ich euch mal ein Foto.
Übrigens sind manche der Pflanzen zweijährig bzw. Stauden - ich sollte gut beobachten was da wächst und notfalls unbekannte Sachen zwei Jahre stehen lassen - man weiß ja nie. ;-)

Dienstag, 24. Juni 2014

Ist das schön oder was?

Griechischer Bergtee



Soweit ich weiß, hab ich den vor drei Jahren ausgesät. Dann mickerte er erst mal an verschiedenen Stellen (hab noch einen Teil davon südlicher im Garten und hab's auch ne Zeitlang im Topf probiert) vor sich hin und dieses Jahr legt er soooo los. Ein Traum.

Montag, 16. Juni 2014

Hab mich ja schon die ganze Zeit gefragt...

was das für ne Raupe war:

Raupe in Aktion

Da sie auf der Purpurkönigskerze herumraupte, hätte ich glatt drauf kommen können: es handelt sich um einen Königskerzen-Mönch.

Wieder was gelernt, danke in dem Fall an die aktuelle kraut & rüben, der ich ab und zu nicht widerstehen kann.

Sonntag, 15. Juni 2014

Die faule Gärtnerin

Im September geht in der Regel meine faule Phase los, was das Gärtnern angeht. Ich versuche mich dann zu motivieren, nen Haufen Laub zusammenzurechen und ordentlich zu mulchen und lass es dann doch lieber sein.
Ich denke drüber nach, ob ich irgendwas rausreiße und denke, ach was, kannste doch auch stehen lassen, schadet doch niemandem. Und damit hab ich ja auch recht (solange es sich nicht um Herkulesstauden handelt, die ich hier aber noch nie gesehen habe, also: alles easy).

Das Schöne dabei ist ja aber, dass manche Sachen einfach von selbst wiederkommen oder nochmal loslegen, wenn man sie lange genug sein lässt oder ignoriert. So nach dem Motto: Eh Gärtnerin, ich bin auch noch da und ich kann auch noch was leisten!

DSC04727Der Fenchel hier ist aus ner alten Wurzel wiedergekommen. Wird dieses Jahr der erste sein, der fertig ist - die anderen, vorgezogenen und gepflanzten, mickern im Vergleich noch ziemlich rum.





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Der Salat hier treibt grade neu aus. Normalerweise reiß ich Salat mitsamt Wurzel aus und pflanze oder säe gleich was nach. Irgendwie hab ich das diesmal nicht gemacht und als ich harken und ausreißen wollte, kam was Grünes nach. Naja schaun wir's uns halt mal an, gell! Vielleicht kann ich ihn wie einen Pflücksalat behandeln und einzelne Blätter ernten?





DSC04729Nebendran - an diversen Stellen im Gewächshaus - gehen Tomaten auf, die ich nicht gesät habe. Hab halt nicht so gut aufgeräumt letzten Herbst. Und überlege mir gut, ob ich das nicht absichtlich so mache für nächstes Jahr, und mir die Tomatenvorzieherei auf der Fensterbank einfach spare?







Die Erde vom eingestürzten alten Hochbeeet steht zum Teil noch recht hoch im Beet, weil sich allerfeinster Feldsalat selbst ausgesät hat und ich auf jeden Fall warten muss, bis er sich erneut ausgesät hat. Dann werd ich die obere Erdschicht freundlich umbetten und mich auf nächstes Jahr freuen.



DSC04725Erdbeerspinat kommt auch recht zuverlässig jedes Jahr wieder. Da mein lieber Mann mir aber ein neues Hochbeet gebaut hat und die ganze Erde dadurch durcheinander kam, dass wir sie beim Befüllen von einer Seite auf die andere geworfen und noch mit anderer (vom alten Hochbeet z.B.) ergänzt haben, bin ich mir grad nicht mehr sicher, was von dem wild aufgegangenen Zeug im neuen Hochbeet Erdbeerspinat ist. Das hier vielleicht? Davon hätte ich recht viel im Angebot... ist vielleicht aber auch nur Unkraut. Ich brauch oft ein bisschen, bis ich Zeugs erkenne...



DSC04726 Die Gartenmelde ist ein Ungeheuer, was Aussamen angeht. Ich hab sie einfach mal gelassen. Mehr so aus Faulheit. Aber es hat sich zu einem kleinen Kampf entwickelt. Gärtnerin gegen Melde. Für die nächsten Jahre dürfte sich die Entscheidung noch hinziehen, wer gewinnt, denn wie immer ist es bei derartigen Sachen vermutlich so, dass sich die Samen unendlich viele Jahre im Erdboden halten und aufgehen können, nein? Davon hätte ich jedenfalls Milliarden Fotos machen können, ich hab mich aber für die Kartoffel vornedran entschieden, die auf dem alten Kompost aufgegangen ist - selbstverständlich auch, ohne gelegt worden zu sein (naja. Irgendwie schon. Aber halt nicht so wirklich absichtlich). Und mit noch ein paar Kumpels nebendran.

Ich mag diese faule Version vom Gärtnern... zu tun gibt's eh immer genug, wenn ich da so ein bisschen Bonusmaterial dazubekomme, freut mich das einfach :)

Donnerstag, 12. Juni 2014

Dufte Kerle.

Oder sind es am Ende Damen?Rosa damascena
Rosarot aufgerüscht jedenfalls.

Eine noch relativ mickrig - erst letztes Jahr gepflanzt.


Duftrose mit irgendwas neonorangefarbenem, was da nicht hingehört...
Eine recht erhaben, aber mit irgendwas neonorangefarbenem dran, was da nicht hingehört (ein Pilz?).







Duftrose
Eine vor der Blüte eher ein hässliches Entlein, aber wenn sie mal aufgeht - wunderschön und mit einem unglaublichen Duft.







Die erste ist eine Rose de Resht, das weiß ich. Die anderen beiden kenn ich nicht mit Vornamen. Da ich selten mit meinen Rosen spreche, ist das auch nicht so tragisch.

Ich hab keinen Plan von Rosen. Die de Resht hab ich angeschafft, weil ich gern in der Küche experimentiere. Funktioniert bis jetzt. Eine andere, die die Schwiegereltern zur Goldenen Hochzeit geschenkt bekommen haben, ist uns kaputt gegangen. Keine Ahnung warum. Vielleicht Vernachlässigung. Wer weiß das schon.

Duft!
Aber ich meine mal irgendwann gelesen zu haben, dass es bei Rosen so ist wie bei vielem, was Früchte bekommt: Die Kraft geht dann in die Früchte und wenn man das verhindern würde, würd's länger blühen/gut schmecken oder im nächsten Jahr mehr Ertrag bringen. Naja, das probieren wir einfach mal aus. Momentan pflücke ich konsequent jede voll erblühte Blüte der Rose de Resht ab.




Sie schiebt auch so gut wie täglich neue Blüten. Vielleicht geht der Plan ja auf?
Schaunmermal.





Rosenblütensirup. Und Duft.
In der Zwischenzeit kümmer ich mich um Rezepte zur Verwertung.
Einstweilen ein Bild vom frisch abgefüllten Rosenblütensirup neben dem erblühten hässlichen Entlein zu deiner Unterhaltung.
Adiöh.






Sonntag, 1. Juni 2014

Wiesendudler

Ich poste mal sowas Ähnliches wie ein Rezept.
Wir sind ja sehr offen für alles, was mit Kräutern zu tun hat - seien es wilde (gezähmte wilde, da wir nicht im Wald sammeln, sondern nur was sich in unserem Garten so tummelt, ist aber mehr als genug) oder solche aus der Kräuterschnecke oder den anderen Plätzchen, an denen sie sich breit machen dürfen.
Nun haben wir neben dem Grundstück eine Obstbaumwiese. Große, alte Bäume. Im Herbst werden die Äpfel aufgelesen und dann zum Keltern gebracht. Dann haben wir ein paar 10-l-Kartons hier rumstehen. Und eigentlich trinkt den Saft kaum jemand. Gerade mal, wenn wir Besuch haben: Geburtstagsfeiern und so. Da hat man dann immerhin was Gutes für die Gäste, ist doch auch was. Aber neulich hab ich so diverse Kräuter fürs Salatdressing in der Hand gehalten und gedacht: Da war doch was. Das kann man doch auch in Saft hängen. Hab ich mal irgendwann irgendwo gelesen, klang gut.

Also hab ich mal drei Liter Apfelsaft in einen großen Topf abgelassen und dann Kräuter über Nacht drin ziehen lassen:

- ein paar Stängel*) Giersch (die Blätter, nicht die Blüten) (nicht zu wenig) (mmmmh)
- ein paar Stängel Zitronenmelisse
- ein paar Stängel Pfefferminze
- zwei Stängel Gundermann (hier wollen wir's nicht übertreiben)
- zwei oder drei frisch aufgeblühte Holunderdolden

Den Holunder hab ich einfach unter Wasser Saft gedrückt, die Kräuterstängel zweimal durchgebrochen, dabei ein bisschen angequetscht. Ich denk mal wenn man's kleinschneidet, hat man vielleicht noch mehr Aroma? Wir befinden uns in Phase 1 des Langzeitexperiments.
Das Ganze hab ich dann jedenfalls über Nacht (großzügig ausgelegt; von irgendwann abends bis irgendwann vormittags) im kalten Saft ziehen lassen und dann abgeseiht. Und dann kann man's mit Sprudel aufgießen und genießen. Ist geschmacklich (oh und wie das duftet) irgendwie schon recht nah am Almdudler... und wir kriegen so endlich mal die Apfelsaftreste weg. :-)
Nächster Teil des Experiments folgt morgen: Abkochen und heiß in Flaschen füllen. Mal sehn ob das hält... geschmacklich sowie, naja, eben von der Haltbarkeit her.

Und morgen wird außerdemHolunderblütensirup gemacht. Einmal mit Zucker und einmal mit Xucker. Aber da schreib ich nichts dazu. Da ist ja das Internet voll davon.

*) das schreibt man wohl heutzutage so *schaut irritiert*